Verantwortungsvoller Mobilfunkanbieter

Die Wahl des Mobilfunkanbieters fällt oft nicht leicht.

  • Je nach Wohnort gilt es ein Netz (D1 – Telekom; D2 – Vodafone; E-Netze – Telefónica) zu wählen, welches am Arbeitsplatz, zu Hause und an anderen wichtigen Orten (guten) Empfang hat.
  • Dann gilt es die Entscheidung zu treffen, ob man direkt zu einem Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz geht oder zu einem Mobilfunkprovider (-Discounter).
  • Natürlich kommt es auch auf das zu jedem persönlich passende Tarifmodell an. (Achtung, auch hier gibt es mittlerweile Verträge mit 24 Monaten Laufzeit und der groß beworbene Preis gilt nur für die ersten 12)
  • Dann gibt es noch den verantwortungsvollen Umgang mit Daten und menschlichen Ressourcen, Nachhaltigkeit eben.

Zum letzten Punkt gibt es bisher genau einen Anbieter (von dem ich keinerlei Vorteile dafür bekomme, dass ich diesen Artikel schreibe. Die verlinkten Angebote sind normale Links ohne finanzielle Vorteile für mich): WEtell, der seit Februar 2018 im Aufbau ist.

Sie selbst erzählen Ihre Geschichte so: „Wir sind Andreas, Alma und Nico, das Team hinter WEtell. Wir leben in Freiburg und haben Klimaschäden, Datenmissbrauch und Intransparenz satt. Mit WEtell setzen wir uns leidenschaftlich und konkret für den Wandel zu einer nachhaltigen Welt ein. Wir wollen eine Alternative zu den konventionellen Mobilfunkunternehmen am Markt etablieren und ein Unternehmen aufbauen, das so arbeitet, wie wir es auch vom Rest der Wirtschaft erwarten: Klimapositiv. Datensparsam. Fair und Transparent.“

Sie bieten ihre Tarife im Netz der deutschen Telekom (D1) über newsim an und legen ihren Schwerpunkt auf Datenschutz (sie speichern so wenig wie möglich Daten) und erheben den Selbstanspruch auf die Nutzung von 100% Erneuerbaren Energien, auf Fahrrad und Zug statt Auto und Flug, auf nachhaltige Partneruntenehmen und den Bau neuer Solaranlagen in Deutschland. Sie arbeiten nach den Maßgaben der Gemeinwohlökonomie und entlohnen ihre Mitarbeiter fair. Wie genau sie diese ambitionierten Ziele erreichen wollen, erklären sie auf ihrer Website wenn man sich alle Details anzeigen lässt.

Technisch gesehen sind sie ein „virtueller“ Mobilfunkprovider, daher bieten sie ihre Dienste über newsim an. Mit dem Ziel irgendwann groß genug zu sein, um diesen „Umweg“ nicht mehr zu benötigen.

Die Tarife sind für das D1-Netz hoch aber Konkurrenzfähig. Schließlich bekommt man zusätzlich zum Telefonieren einen kleineren digitalen und ökologischen Fußabdruck:

WEtell Tarife
Tarife von WEtell. Stand: 6.7.19

Aus meiner Sicht wäre es schön, diesen Provider zu unterstützen, da alle mir bekannten Anbieter ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt, den Menschen und dem Datenschutz nicht in einem Umfang, der meinen Ansprüchen genügt, umsetzen.

Quellen

Homepage des Anbieters: WEtell
Utopia-Bericht: Utopia

4 Gedanken zu „Verantwortungsvoller Mobilfunkanbieter

  1. user

    Das ist doch kompletter Blödsinn. Wie will den ein Reseller des ökologischen Fußabdruck verringern? In dem er sich die Hotline spart? Oder Mietet er nur die halbe Sendeleistung bei der Telekom?

    Und Datensparsam? Die eindeutige Registrierung ist in Deutschland inzwischen gesetzlich vorgeschrieben, mehr als Namen und Adresse kennt mein Anbieter von mir auch nicht. Ach doch, die Kontonummer, weil ich möchte das er per Bankeinzug abbucht. Prepaid ginge aber auch. Weniger wird dieser Anbieter auch nicht speichern können.

    Ansonsten ist recht klar geregelt, was die Telefonanbieter speichern dürfen und müssen, ist ja nicht wie bei whatsapp. Wo soll den der Anbieter da sparsamer sein?

    Und günstig? schau die mal die aktuellen congster Traife im D1 netz an.

    Antworten
  2. Timotheus Beitragsautor

    Klare Worte 🙂

    Ich denke, dass jeder Mensch und jede Firma eine Range haben, in der sie sich bewegen können. Die Wettbewerber setzen ihre Priorität auf Gewinn. Dieser hier auf Ökologie, und Gemeinwohl. Natürlich funken beide gleich aber die einen versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten was zu verändern. Das unterstütze ich, auch dann wenn die Möglichkeiten nicht allumfassend sind. Denn, wenn ich das nicht mache, dann unterstütze ich diejenigen, die nichts verbessern wollen und nur den Profit sehen!

    Antworten
  3. user

    Sorry, aber das ist einfach nur Bauernfängerei, hier wird mit der Öko und Fairnis Masche den gutgläubigen Geld aus der Tasche gezogen.

    Buch den Tarif direkt bei der Telekom, dann braucht es auch keine zusätzliche Verwaltung, die für ihre Büroarbeiten Recycling Papier nutzt. Und wenn Du dich wegen des hohen Energieverbrauch schlecht fühlst, kannst Du auch einer seriösen Umweltorganisatin Geld spenden.

    Monatlich Kündbare Tarife sind gut, gibt’s bei Congstar aber auch.

    Antworten
  4. Timotheus Beitragsautor

    Hallo User,

    vielen Dank an dieser Stelle für deine Kommentare. Ich habe die Fragen, die ich darin lese mal an WEtell weitergeleitet und das hier als Antwort bekommen:
    ——————
    Klar kann man einen Tarif direkt bei der Telekom buchen und dann seinen Fußabdruck später selber kompensieren oder wie auch immer wieder geradebiegen. Das machen nur leider die wenigsten und ein ganz wesentlicher Punkt wird dabei vergessen: Die Dienstleistung bei der Telekom bleibt dadurch unverändert und der Kompensationsweg bliebe dauerhaft notwendig.

    Genau das versuchen wir nun zu ändern. Unser Anspruch ist es die Dienstleistung Mobilfunk in sich zu einer nachhaltigen Dienstleistung umzugestalten. Und zwar nachhaltig im Sinne von Klimaschutz, Datenschutz, Fairness und Transparenz.

    Noch sind wir klein und noch müssen wir über newsim ans Netz gehen. Das bedeutet, dass wir an vielen Stellen nicht die Handhabe haben, die wir gerne hätten und dass wir nicht immer die Veränderungen durchführen können, die wir gerne würden. Dann bleibt uns nur einen Work-Around bzw. eine Alternativlösung zu suchen, bis wir es schaffen groß genug zu sein, bzw. ausreichend Handhabe zu erlangen um die Veränderung tatsächlich wirksam zu machen. Aus diesem Grund müssen wir unseren Anteil des Telekom Fußabdrucks kompensieren und aus diesem Grund müssen wir hinnehmen, dass ein Teil der Nutzungsdaten unserer Kunden weiterhin bei der Telekom liegt. Das ist alles nicht ideal, es rechtfertigt es aber eben auch nicht es deswegen unversucht zu lassen. Und unterm Strich können wir bereits mit diesem Anfangskonzept eine deutlich nachhaltigere Mobilfunkdienstleistung anbieten. Das ist keine Bauernfängerei, sondern ein Versprechen zu einem dringend notwendigen Strukturwandel.
    ——————
    Vielen Dank für diese Antwort an WEtell. Ich denke die Zukunft wird Zeigen, ob es Bauernfängerei oder der Beginn einer Änderung ist.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.