Threemas Open-Source-Werdung

Wer fleißig im Open Source Blog Netzwerk OSBN ließt, der findet gerade verschiedene Meinungen zu der Öffnung des Quellcodes des schweizers Messengers Threema. Threema Work ist offiziell in Baden-Württemberg für die staatlichen Lehrerinnen und Lehrer das Kommunikationsmittel. Abseits dieser kleinen Info haben das neu gegründete Kollektiv GnuLinux.ch und BITblokes das Thema von mehreren Seiten beleuchtet.

Ich möchte an dieser Stelle zwei weitere Aspekte beitragen:

Erstens erkläre ich immer gern, dass Verschlüsselung bei proprietären Programmen auf Vertrauen des Herausgebers beruht, da keiner nachschauen kann, ob nicht etwa der Schlüssel oder andere Informationen vor der Verschlüsselung versendet werden. Wenn Threema nun seinen Code offenlegt, dann fällt es mir leichter eine Abgrenzung zwischen empfehlenswerten und nicht so empfehlenswerten Messengern herzustellen.

Zweitens kann Threema somit Einzug in alternative Stores wie F-Droid halten. Damit können Smartphonenutzer, die ihren Googleaccount nicht aktiviert haben, komfortabler Threema installieren.

Interessant wird, wie sie Open-Source und Kostenpflichtig in Einklang bringen. Vielleicht können Sie ja den Serverzugang kontrollieren und nicht das Programm. Conversations beispielsweise bietet ja auch einen kostenpflichtigen XMPP-Server an und das Programm kostet im Playstore Geld und in F-Droid nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.