Schlagwort-Archive: Datenschutz

Krankenkassen und Datenschutz

Seit jahren höre ich von Medienberatern, dass es irgendwann „zwei Krankenkassen-Tarife geben wird – einen bezahlbaren und einen mit Datenschutz“.

Selbstverständlich sind wir da sooooo weit weg davon und die Chinesen, sind die einzigen, die durch Überwachung zu einem Belohnungssystem kommen und es ist ja alles freiwillig und ich habe ja nichts zu verbergen usw. (Achtung Sarkasmus)

Meine Krankenkasse, mit der ich zufrieden bin und ich davon ausgehe, dass das bei allen so ist, fängt nun an Prämien für Menschen auszuloben, die die Fitness-App verwenden.

Weiterlesen

DIE EINE freie Corona App ist da

Nun wiederspreche/ergänze ich meinem Beitrag von vor vier Tagen. Zum Glück!

Die Budnesregierung hat heute eine App freigegeben, die angeblich größtmöglich Datensicher ist und unter einer freien Lizenz (Apache 2.0) steht.

Weitere Infos:
Wikipedia
Tagesschau
Offizielle Homepage
Appstore (Apple)
Playstore (Android)

apk Download vom Entwickler nicht möglich

Leider bietet die offizielle Homepage keine apk Datei zum Download. Da ich keinen Playstore auf meinem SaiflishOS Handy habe, kann ich es daher noch nicht installieren. (Das aktuelle SailfishOS hat leider noch nicht den notwendigen Google Support, damit die App funktioniert)

Das betrifft ja im Grunde alle alternativen Betriebssysteme und Strukturen, die zwar apks können, aber nicht den Playstore nutzen. Konkret heißt das, ohne Playstore auf dem Androidhandy, keine Corona App vom Entwickler

apk Download von Drittanbietern

Folgende Anbieter bieten nun den Download an:

Apkpure

Wenn ihr weitere findet, schreibt mir ein Kommentar, dann erweitere ich die Liste.

Kommentare auf Tagesschau.de

Und wie so oft sind die Kommentare auf tagesschau.de sehr interessant.

Werkzeuge (Programme) in Zeiten von Corona

Allabendlich flimmert die Werbung von Zoom, Teams und Skype über den Fernseher. Finanziert durch die globalen Firmen im Hintergrund. Die in der Regel dieses Geld wieder mit den Nutzerdaten verdienen. Durch die Nutzung solcher Programme durch die Massen (weltweit) werden die Großen größer und die Freiheitsliebenden leiser.
Auf dieser Seite habe ich eine kleine Sammlung angelegt, die jeweils das Mainstream-Programm und danach die Alternative nennt. Der Schwerpunkt liegt auf Datenschutz, Dezentralität und Freier Software (FOSS).

Diese Liste erhebt natürlich in keiner Weise den Anspruch der Vollständigkeit. Es soll meine persönliche Empfehlung und Auswahl sein.

Über weitere Anregungen in den Kommentaren bin ich dennoch dankbar.

Welche Werkzeuge sind in Zeiten von Corona zu empfehlen?

Internet Geschwindigkeitstest mit Datenschutz

Wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, habe ich einen neuen, regionalen Internet- und Telefonprovider mit einem 8,3-Fachen an Geschwindigkeit (wie die Telekom) aber dem gleichen an Preis, plus einer Festnetz-zu-Handy-Flatrate. Und die haben noch Verträge, die doppelt so schnell können.

Nun möchte ich das natürlich auch unter verschiedenen Bedingungen testen. Bisher hatte ich da Dienste wie wieistmeineip.de (Computerbild, 13 Drittanbieter laut uBlock origin) oder speedtest.de (Threefourhundret, 2 Drittanbieter, ganz nette Datenschutzbestimmungen, kennt das jemand?) verwendet.

Da kam mir die Frage auf, ob es nicht auch einen Speedtest mit (fast) „wir speichern nicht“ Niveau gibt oder von Firmen/Unis, denen man vertrauen kann. Oder, ob es Freie Software (FOSS) gibt, die man einfach auf seinem eigenen Server installieren kann, um automatisiert einen Geschwindigkeitstest machen zu können und eventuell sogar eine grafische Aufbereitung zu haben? Natürlich braucht man dann auch einen Server mit entsprechendem Upload, ansonsten leidet die Validität des Tests. Aber da gibt es ja im Rahmen der Freien Software oftmals schöne Lösungen (mehrere Upload Server oder so).

Datenschutz bei Drittanbieter-Tastaturen

Im Grunde läuft es bei kommerziellen Angeboten immer gleich. Wenn man nicht den vollen Preis mit Geld bezahlt, bezahlt man teilweise oder ganz mit seinen personenbezogenen Daten. Dabei gibt es stets ein Verhältnis aus „was gebe ich“ und „was bekomme ich“. Manchmal überrascht mich die Statistik, wenn Programme populär werden, die hier ein sehr schlechtes Verhältnis im Sinne von viel geben und wenig bekommen haben.

Das aktuelle Beispiel sind Drittanbieter-Tastaturen für Android und iOS. Ich bekomme eine schöne Tastatur (mit Hintergrundbildchen) und vielleicht irgendeine Zusatzfunktion. Aber eigentlich ist es eben eine Tastatur, fast so wie die, die jedes Handy als Standard mitliefert. Ich gebe aber, und darum der Artikel, personenbezogene Daten von mir preis. Die Tastatur erfährt schließlich alles. Passwörter, Besuchte Seiten im Internet usw. (mal von Spracheingabe oder Passwortmanagern abgesehen). Mal davon abgesehen, dass solche kleinen Apps auch gerne Standorddaten und Inhalte eures Handys an dern Hersteller senden. Auch spielt unter anderem Microsoft wieder mit, die mit Cloud-Diensten und der Tastatur SwiftKey ganz gut beim Datensammeln dabei sind.

Vor der Installation einer App sollte man sich also etwas informieren und eine mündige Entscheidung für oder gegen eine App treffen. Konkret empfielt es sich also:

  • nachzulesen wer hinter dieser App steht und wie derjenige sein Geld verdient
  • die Berechtigungen zu überprüfen und auch wirklich Konsequenzen daraus zu ziehen
  • zu schauen, ob es auch eine freie Alternative gibt (beispielsweise aus dem F-Droid store) oder eine propietäre mit weniger Datenhunger
  • Woher kommt die App. Russland, Europa, Asien oder Amerika. DAvon hängt ab, welchem Datenschutzrecht die Firma unterliegt.
  • sich zu überlegen, ob das Verhältnis aus dem, was ich gebe (personenbezogene Daten) und dem was ich bekomme (schicke Tastatur) wirklich die Installation rechtfertigt

Ich bin durch folgende lesenswerte Artikel auf diese Thematik aufmerksam geworden:
Curius.de und Golem.de

Link
Ein einfacher Tipp, wie man sein IPhone etwas Datensicherer bekommt. Es geht um die Apple ID, denn wenn ihr Apps nutzt wird diese an Werbetreibende weitergegeben. Mozilla schreibt, dass man es sich am Besten so vorstellen soll, als ob jeder Verkäufer, bei dem man was gekauft hat einem danach zu anderen Läden hinterher läuft und schaut, was man anschaut und kauft. Der Artikel zeigt, wie man das abschaltet.

Facebook – Skandal oder hervorsehbare Auswirkung

Am 4. Februar 2004 erblickte Facebook das Licht der Welt. „Damals“ spriesten gerade StudiVZ, Quick aus dem Boden und hielten sich gefühlt in Deutschland sehr lange, denn im Ausland war Facebook viel mehr vertreten als hier. Irgendwann wurde es dann homogen und „jeder“ nutzte es. Natürlich finden sich hinter „jeder“ auch Menschen, die bewusst darauf verzichteten. Sie nahmen in Kauf, dass sie ein klein wenig sozial ausgeschlossen wurden und machten sich ihre ganz eigenen Gedanken. Und genau diese sind es nun, die sich die Titelfrage stellen.

Weiterlesen