Snap in Ubuntu durch Flatpak ersetzen

Die Entscheidung, ob man Snappy (Ubuntu eigenes Paketsystem) gut findet oder nicht, die muss jeder selbst treffen. Im Folgenden zeige ich euch, wie man den Snapstore (selbst ein Snap) und die Quelle los wird und optional Flatpak installiert.

Möchte man Snaps loswerden, schießt folgender Befehl mit Kanonen auf Spatzen, denn er löscht auch gleich alle mithilfe von Snap installierten Anwendungen mit – also auch den Software-Store.

sudo apt purge snapd

Nun muss nur noch der Snap-Ordner aus dem Persönlichen Ordner gelöscht werden und das wars. Bevor man diesen löscht, sollte man allerdings hineinschauen, was alles installiert war und – falls man möchte – einzelne Programme aus anderen Quellen neu installieren.

So weit – so gut. Nun sind die Snaps weg und es sind „nur“ noch die normalen Paketquellen universal usw. per Repository und apt vorhanden.

Flatpak installieren

Möchte man in einem zweiten Schritt nun Flatpak nutzen, dann funktioniert das in Ubuntu 20.04 folgendermaßen:

sudo apt install flatpak
sudo apt install gnome-software-plugin-flatpak
flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo

Der erste Befehl installiert Flatpak, der zweite ein Plugin für den Gnome-Store und diesen gleich mit. Das ist gut so, denn nach dem Deinstallieren der Snaps hatten wir keinen mehr. Umgekehrt gilt, dass wenn man Snap nicht vor der Installation von Flatpak deinstalliert hat man zwei Stores, nicht wundern. Der dritte Befehl macht das Flathub Repository nutzbar. Anleitung auf flatpak.org

Auswahl der Quelle im Store

Ab jetzt kann man im Store ein Programm suchen und danach rechts oben auswählen, ob man die Flatpak oder die Ubuntu-Quelle nutzen möchte.

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