Fortnite Battle Royale ab 12 freigegeben

Die USK (Unterhaltsungssoftware Selbstkontrolle) hat am 16.07.2019 die zweite Version von Fortnite „Battle Royale“ für 12-Jährige freigegeben. Dazu ein Kommentar:

  1. Die USK ist keine pädagogische Empfehlung.
  2. Der Spieleratgeber-NRW kommt zu der Empfehlung von 14 Jahren. Hebt aber hervor, dass Eltern prüfen sollen, ob sie das gewalttätige Spiel zulassen, nur weil diese durch Comicgrafik verharmlost ist (sinngemäß).
  3. Die DSGVO sagt weiterhin, dass Programme (also auch Spiele), die Daten von Kindern verarbeiten, erst ab 16 sind. Oder eben die elterliche Zustimmung benötigen, denn der Spieler muss einen Account anlegen und Daten preisgeben.
  4. Das ist wohl das wichtigste Argument von mir persönlich: Die USK befreit die Eltern nicht vor ihrer Verantwortung. Nur weil ein Spiel offiziell ab diesem Alter nicht umgehend schadet, ist es noch lange nicht passend für das eigene Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen. Es bleibt ein Shooter, der sehr schnell ist und bei dem es darum geht, alle anderen zu töten, um selbst zu überleben. Comicgrafik und harmlose Tötungsdarstellungen hin oder her.
  5. Das Spiel läd Daten an große Spielehersteller hoch, an denen auch Microsoft mit beteiligt ist. Somit wird ein großer Monopolist weiter mit Daten (Geld) versorgt.
  6. Die eigenen Kinder einem aktuellen digitalen Hype folgen zu lassen, hat Auswirkungen auf sie.
  7. „Es spielen ja alle“ ein offensichtlich starkes aber kein gutes/durchdachtes Argument ist.
  8. Die ständig neuen Runden (Spielprinzip) motivieren jeden dazu weiter zu spielen und machen es schwer aufzuhören oder die Spielzeit richtig wahrzunehmen.
  9. Mein persönliches Fazit ist, dass Battle Royale zu schnell und vom Spielprinzip her zu gewalttätig für 12 Jährige ist. Zudem fördert es die großen Spielehersteller und versorgt diese mit Daten der Kinder.
    Meine Empfehlung für Eltern: Spielen Sie (mit Ihrem Account) zeitlich beschränkt gemeinsam mit ihrem Kind ab 14 Jahren und erlauben Sie die Installation auf dem eigenen Gerät erst ab 16 Jahren – achten Sie aber auch hier auf Spielzeiten.

Diese Punkte geben meine Meinung wieder und soll Eltern ermutigen sich selbst eine Meinung zu bilden und ihren Erziehungsauftrag nicht aus der Hand zu geben.

Verweise:
USK-Bewertung
Spieleratgeber-NRW
Ein kleines Video wie das Spiel aussieht

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