Ein Jahr Debian 10 auf dem Desktop

Nun ist es etwa ein Jahr her, als ich das Betriebssystem Debian 10 installiert habe. Zeit für eine kleine Rückschau.

Ich war ja durchweg begeistert, da Debian 10 in meinen Augen das erste Debian ist, das wirklich auf dem Desktop eingesetzt werden kann, ohne viele Anpassungen vornehmen zu müssen. KDE Programme sehen unter Gnome gut aus, das Design stimmt und die Standardeinstellungen des Systems fühlen sich richtig an.

Gerade habe ich noch Anydesk aus dem Autostart geworfen,

systemctl disable anydesk

denn in den grafischen „Optimierungen“ (Tweak Tool) ist es nicht aufgetaucht, obwohl es dort den Punkt „Startprogramme“ gibt.

Als zweite stört der „Kalender“. Diesen synchronisiere ich mit einer Nextcloud-Instanz. Jedes Mal, wenn ich einen über mehrere Tage gehenden Termin bearbeite (auch, wenn ich nur am Ort oder in den Notizen was hinzufüge), schiebt sich der gesamte Termin einen Tag vor. Bei Terminen, die an einem Tag beispielsweise von 14-15 Uhr gehen, passiert das nicht.

Ich habe im Laufe der Zeit Flatpaks dazu installiert, da ich so an aktuellere Programme beispielsweise Shotcut (Videoschnitt) gekommen bin.

Selbst das Derivat Ubuntu 20.04, das ich anderen immer gerne installiere, macht einen unruhigeren Eindruck (Softwarecenter lädt ewig, Snaps sind so eine Sache usw.). „Ruhe“ beschreibt mein Gefühl ganz gut. Wie lange diese positiv bleibt, hängt jetzt von den Programmversionen ab. Noch brauche ich bei nur ganz wenigen zwingend eine neuere Version, als sie in den Repos ist.

Historisch war ich nun seit 2006 Ubuntu-User (Gnome –> KDE –> Unity –> Gnome Shell). Es gab kleine Unterbrechungen durch Kanotix und Chakra.

Jetzt eben seit einem Jahr bei Debian, was wirklich nicht nach einem „kleinen Ausflug“, sondern nach einem Wechsel aussieht.

Vielen Dank an die Entwickler von Debian und debianforum.de, die stets freundlich und kompetent helfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.