Archiv der Kategorie: osbn

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OnlineOffice

Collabora Online oder OnlyOffice in Nextcloud?

Ich bin Medieninformatik-Lehrer an der Freien Waldorfschule Wahlwies und wir haben vor Kurzem einen neuen Server gekauft. Auf diesem läuft die derzeit aktuelle Version 6.2 von linuxmuster.net.
Ebenfalls läuft eine Instanz von Searx (Suchmaschine), Moodle (Lernplattform) und Nextcloud (Onlinespeicher).

Nun möchte ich in die Nextcloud ein Office integrieren, um kooperativ und eben auch kollaborativ arbeiten zu können. Mein jetziger Wissensstand ist, dass Collabora Online oder OnlyOffice passend wäre. Denn die Anforderungen sind

  • dass es Freie Software (FOSS) ist
  • dass es sich gut in Nextcloud integrieren lässt
  • dass es für die Kolleginnen und Kollegen zu einer echten Alternative zu google Docs wird und sie dieses auch annehmen. Also Design und Benutzerfreundlichkeit spielen auch eine Rolle
  • dass es einigermaßen datensparsam ist. Wir haben zwar einen starken Server aber „nur“ eine 50 Mbit/s Leitung für alle Schüler und eben die Cloud.
  • Schön wäre natürlich auch ein Tabellenkalkulationsprogramm

Für Collabora Online spricht aus meiner Sicht, dass es auf LibreOffice aufbaut. Somit würde wir LibreOffice unterstützen. Die Entwicklerfirma Collabora sitzt, laut Impressum, in England. Da wir auf den Schulcomputern ebenfalls LibreOffice haben, wäre ein Wiedererkennungseffekt sichtbar.

Für OnlyOffice spricht, dass es (wenn ich Screenshots anschaue) gut aussieht, viele Funktionen hat und ab der Version 18 (Cextcloud Hub) in Nextcloud standardmäßig implementiert ist, bzw. als „App“ mit einem Klick installiert werden kann.

Das sind die Infos, die ich mir aus dem Internet zusammengetragen habe. In beiden gibt es ein Textverarbeitungsprogramm, ein Tabellenkalkulationsprogramm und ein Präsentationsprogramm.

Jetzt ein paar Fragen an die Welt da draußen (euch):

  • Gibt es noch ein weiteres freies Programm, welches ihr mir empfehlen könnt?
  • Hat jemand von euch Erfahrungswerte mit einem der beiden genannten Programme?
  • Hat jemand noch weitere Aspekte/Argumente für oder gegen eines der beiden?
  • Hat jemand noch weitere Anregungen im Allgemeinen zu diesem Thema?
  • Falls OnlyOffice Programm der Wahl wied, lohnt es sich auf die nächste Version von Nextcloud zu warten oder ist die Integration auch jetzt schon kein Aufwand?

Vielen Dank! Natürlich werde ich euch auf dem Laufenden halten, wie die Entscheidung gefallen ist und welche Erfahrungen wir machen.

Internet Geschwindigkeitstest mit Datenschutz

Wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, habe ich einen neuen, regionalen Internet- und Telefonprovider mit einem 8,3-Fachen an Geschwindigkeit (wie die Telekom) aber dem gleichen an Preis, plus einer Festnetz-zu-Handy-Flatrate. Und die haben noch Verträge, die doppelt so schnell können.

Nun möchte ich das natürlich auch unter verschiedenen Bedingungen testen. Bisher hatte ich da Dienste wie wieistmeineip.de (Computerbild, 13 Drittanbieter laut uBlock origin) oder speedtest.de (Threefourhundret, 2 Drittanbieter, ganz nette Datenschutzbestimmungen, kennt das jemand?) verwendet.

Da kam mir die Frage auf, ob es nicht auch einen Speedtest mit (fast) „wir speichern nicht“ Niveau gibt oder von Firmen/Unis, denen man vertrauen kann. Oder, ob es Freie Software (FOSS) gibt, die man einfach auf seinem eigenen Server installieren kann, um automatisiert einen Geschwindigkeitstest machen zu können und eventuell sogar eine grafische Aufbereitung zu haben? Natürlich braucht man dann auch einen Server mit entsprechendem Upload, ansonsten leidet die Validität des Tests. Aber da gibt es ja im Rahmen der Freien Software oftmals schöne Lösungen (mehrere Upload Server oder so).

Supportende von Windows 7 im Januar 2020

Am 14. Januar 2020 endet der Support für Sicherheitsupdates von Windows 7. Natürlich kann man auf Windows 8 umsteigen und dann dessen Supportende abwarten. Man kann natürlich auf Windows 10 umsteigen. Dazu würde ich nur dann raten, wenn man Gründe dafür hat, also beispielsweise Spiele oder Spezialprogramme, die Windows benötigen.
Warum die Zurückhaltung? Als ersten Einstieg in die Diskussion kann der Wikipediaartikel von Windwos 10 und dessen Abschnitt Kontroversen und Kritik gelesen werden.

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Nachhaltige Smartphones

Wer ein Smartphone kauft, bezahlt in der Regel nur einen Teil dessen, was es wirklich kostet. Den Rest bezahlen die Natur und andere Menschen, in der Regel aus anderen Ländern kommend, mit ihrer Gesundheit und ihrer Lebenssituation. Derzeit gibt es wenige Alternativen, aber es gibt welche. In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf der Hardware.

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Link

https://www.capital.de/immobilien/5-gruende-fuer-die-enttechnisierung-des-hauses?utm_source=pocket-newtab

Um das hier geht es: Kosten, Lebensdauer, Ressourcen, Nutzen-Aufwand von Hausautomatisierungen. (Es sind mehr fest verlegte Bussysteme usw. gemeint und weniger sogenannte smarte Lautsprecher-Mikrofone)
Der Artikel fasst das Thema Datenschutz noch nicht einmal an. Denn es gibt natürlich ganzheitlich tolle Smarte Anlage, beispielsweise mit einem Raspberry, doch die meisten Mainstream-Anlagen nutzen proprietäre Standards (von KNX abgesehen) und/oder senden unnötig Daten zum Hersteller.

Debian 10 – installieren und einrichten

Debian ist ein gemeinschaftlich entwickeltes freies Betriebssystem auf Linuxbasis. Für mich der entscheidende Punkt ist, dass es unabhängig von den großen Monopolisten (Microsoft mit Windows und Apple mit iOS) ist. Damit ermöglicht es eine mündige Mediennutzung im Sinne der informationellen Selbstbestimmung und der sozialen Dreigliederung. Natürlich kommt dazu, dass Debian einfach tolle Funktionen hat.
Davor nutzte ich auf meinem Lenovo Thinkpad X230 Ubuntu 18.04 und kurzzeitig 19.04. Positiv an Ubuntu war, dass die Einrichtung auf die Installation von Programmen und deren Einstellung beschränkt war.
Doch auch Debian war nach einem Abend fertig eingerichtet. Denn das erklärte Ziel ist es, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich zu verändern. Das spart Arbeit, passt zu meinem Temperament, meinen zeitlichen Möglichkeiten und meinen Fähigkeiten.
Folgende Erfahrungen durfte ich machen und diese Lösungen finden.

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Datenschutz bei Drittanbieter-Tastaturen

Im Grunde läuft es bei kommerziellen Angeboten immer gleich. Wenn man nicht den vollen Preis mit Geld bezahlt, bezahlt man teilweise oder ganz mit seinen personenbezogenen Daten. Dabei gibt es stets ein Verhältnis aus „was gebe ich“ und „was bekomme ich“. Manchmal überrascht mich die Statistik, wenn Programme populär werden, die hier ein sehr schlechtes Verhältnis im Sinne von viel geben und wenig bekommen haben.

Das aktuelle Beispiel sind Drittanbieter-Tastaturen für Android und iOS. Ich bekomme eine schöne Tastatur (mit Hintergrundbildchen) und vielleicht irgendeine Zusatzfunktion. Aber eigentlich ist es eben eine Tastatur, fast so wie die, die jedes Handy als Standard mitliefert. Ich gebe aber, und darum der Artikel, personenbezogene Daten von mir preis. Die Tastatur erfährt schließlich alles. Passwörter, Besuchte Seiten im Internet usw. (mal von Spracheingabe oder Passwortmanagern abgesehen). Mal davon abgesehen, dass solche kleinen Apps auch gerne Standorddaten und Inhalte eures Handys an dern Hersteller senden. Auch spielt unter anderem Microsoft wieder mit, die mit Cloud-Diensten und der Tastatur SwiftKey ganz gut beim Datensammeln dabei sind.

Vor der Installation einer App sollte man sich also etwas informieren und eine mündige Entscheidung für oder gegen eine App treffen. Konkret empfielt es sich also:

  • nachzulesen wer hinter dieser App steht und wie derjenige sein Geld verdient
  • die Berechtigungen zu überprüfen und auch wirklich Konsequenzen daraus zu ziehen
  • zu schauen, ob es auch eine freie Alternative gibt (beispielsweise aus dem F-Droid store) oder eine propietäre mit weniger Datenhunger
  • Woher kommt die App. Russland, Europa, Asien oder Amerika. DAvon hängt ab, welchem Datenschutzrecht die Firma unterliegt.
  • sich zu überlegen, ob das Verhältnis aus dem, was ich gebe (personenbezogene Daten) und dem was ich bekomme (schicke Tastatur) wirklich die Installation rechtfertigt

Ich bin durch folgende lesenswerte Artikel auf diese Thematik aufmerksam geworden:
Curius.de und Golem.de

Konsequenzen aus dem Politiker-Hack

Derzeit in aller Munde ist die Veröffentlichung von privaten Daten von Politikern und anderer Berühmtheiten. Kurz gesagt wurden von diesen Personen private Daten, wie Faxnummern, Chatprotokolle usw. schon länger gesammelt und unter anderem in einem Adventskalender (jeden Tag im Dezember war eine andere Person dran) mithilfe eines gehackten Twitteraccounts veröffentlicht. Sogar ein Wort wurde hierfür ins Rampenlicht gerückt: Doxing.

Wer nun seinen Twitter- und Facebookaccount kündigt, steht ein wenig im Regen. Denn was gibt es denn für Alternativen? Darum soll es hier gehen.

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Artikel 13 und Youtube

Zuerst einmal ein schöner Artikel, welcher die Geschehnisse etwas erklärt:

Artikel auf Netzwelt

Es geht also um einen Brief von Susan Wojcicki, CEO von YouTube, welcher anführt, dass die Freiheit bedroht ist und Youtube eben schließen muss.

„Save the Internet“ aber vor wem? Denn es meldet sich eine Firma (Youtbe/Google/Alphabet) zu Wort, welche sich auf den Wert der Freiheit bezieht und eine Peition hoch hält, die innerhalb weniger Tage millionenfach unterschrieben wurde.

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