Archiv der Kategorie: debianforum

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Happy Kauf-nix-Tag

Am letzten Freitag im November – kein Zufall, dass das mit dem Black Friday zusammen fällt – ist Kauf nichts Tag. An diesem Tag soll

„Durch einen 24-stündigen Konsumverzicht […] gegen „ausbeuterische Produktions- und Handelsstrategien internationaler Konzerne und Finanzgruppen“ protestiert und zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten und die weltweiten Auswirkungen angeregt werden. Ein bewusstes, auf Nachhaltigkeit abzielendes Kaufverhalten jedes Einzelnen soll gefördert werden.

Wikipedia 16.11.19

Ist doch ein guter Anlass dies wirklich mal zu tun – also Nachzudenken und dann nach dem Nachgedachten zu handeln.

Hier der englische und der deutsche Wikipediaeintrag.

Supportende von Windows 7 im Januar 2020

Am 14. Januar 2020 endet der Support für Sicherheitsupdates von Windows 7. Natürlich kann man auf Windows 8 umsteigen und dann dessen Supportende abwarten. Man kann natürlich auf Windows 10 umsteigen. Dazu würde ich nur dann raten, wenn man Gründe dafür hat, also beispielsweise Spiele oder Spezialprogramme, die Windows benötigen.
Warum die Zurückhaltung? Als ersten Einstieg in die Diskussion kann der Wikipediaartikel von Windwos 10 und dessen Abschnitt Kontroversen und Kritik gelesen werden.

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Reparieren und Neukaufen

„In der Beschleunigungsgesellschaft werden die Dinge nicht mehr repariert: Weil die Produktion von Geräten in gewaltigem Maße beschleunigt wurden, während sich ihre Reparatur nur in geringem Maße und oft gar nicht beschleunigen läßt, wird die Letztere im Vergleich zur Ersteren immer teurer. “

Hartmut Rosa (2016): Beschleunigung und Entfremdung, S. 126; Erinnert durch sagrland.de

Nachhaltige Smartphones

Wer ein Smartphone kauft, bezahlt in der Regel nur einen Teil dessen, was es wirklich kostet. Den Rest bezahlen die Natur und andere Menschen, in der Regel aus anderen Ländern kommend, mit ihrer Gesundheit und ihrer Lebenssituation. Derzeit gibt es wenige Alternativen, aber es gibt welche. In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf der Hardware.

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Link

https://www.capital.de/immobilien/5-gruende-fuer-die-enttechnisierung-des-hauses?utm_source=pocket-newtab

Um das hier geht es: Kosten, Lebensdauer, Ressourcen, Nutzen-Aufwand von Hausautomatisierungen. (Es sind mehr fest verlegte Bussysteme usw. gemeint und weniger sogenannte smarte Lautsprecher-Mikrofone)
Der Artikel fasst das Thema Datenschutz noch nicht einmal an. Denn es gibt natürlich ganzheitlich tolle Smarte Anlage, beispielsweise mit einem Raspberry, doch die meisten Mainstream-Anlagen nutzen proprietäre Standards (von KNX abgesehen) und/oder senden unnötig Daten zum Hersteller.

Debian 10 – installieren und einrichten

Debian ist ein gemeinschaftlich entwickeltes freies Betriebssystem auf Linuxbasis. Für mich der entscheidende Punkt ist, dass es unabhängig von den großen Monopolisten (Microsoft mit Windows und Apple mit iOS) ist. Damit ermöglicht es eine mündige Mediennutzung im Sinne der informationellen Selbstbestimmung und der sozialen Dreigliederung. Natürlich kommt dazu, dass Debian einfach tolle Funktionen hat.
Davor nutzte ich auf meinem Lenovo Thinkpad X230 Ubuntu 18.04 und kurzzeitig 19.04. Positiv an Ubuntu war, dass die Einrichtung auf die Installation von Programmen und deren Einstellung beschränkt war.
Doch auch Debian war nach einem Abend fertig eingerichtet. Denn das erklärte Ziel ist es, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich zu verändern. Das spart Arbeit, passt zu meinem Temperament, meinen zeitlichen Möglichkeiten und meinen Fähigkeiten.
Folgende Erfahrungen durfte ich machen und diese Lösungen finden.

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Datenschutz bei Drittanbieter-Tastaturen

Im Grunde läuft es bei kommerziellen Angeboten immer gleich. Wenn man nicht den vollen Preis mit Geld bezahlt, bezahlt man teilweise oder ganz mit seinen personenbezogenen Daten. Dabei gibt es stets ein Verhältnis aus „was gebe ich“ und „was bekomme ich“. Manchmal überrascht mich die Statistik, wenn Programme populär werden, die hier ein sehr schlechtes Verhältnis im Sinne von viel geben und wenig bekommen haben.

Das aktuelle Beispiel sind Drittanbieter-Tastaturen für Android und iOS. Ich bekomme eine schöne Tastatur (mit Hintergrundbildchen) und vielleicht irgendeine Zusatzfunktion. Aber eigentlich ist es eben eine Tastatur, fast so wie die, die jedes Handy als Standard mitliefert. Ich gebe aber, und darum der Artikel, personenbezogene Daten von mir preis. Die Tastatur erfährt schließlich alles. Passwörter, Besuchte Seiten im Internet usw. (mal von Spracheingabe oder Passwortmanagern abgesehen). Mal davon abgesehen, dass solche kleinen Apps auch gerne Standorddaten und Inhalte eures Handys an dern Hersteller senden. Auch spielt unter anderem Microsoft wieder mit, die mit Cloud-Diensten und der Tastatur SwiftKey ganz gut beim Datensammeln dabei sind.

Vor der Installation einer App sollte man sich also etwas informieren und eine mündige Entscheidung für oder gegen eine App treffen. Konkret empfielt es sich also:

  • nachzulesen wer hinter dieser App steht und wie derjenige sein Geld verdient
  • die Berechtigungen zu überprüfen und auch wirklich Konsequenzen daraus zu ziehen
  • zu schauen, ob es auch eine freie Alternative gibt (beispielsweise aus dem F-Droid store) oder eine propietäre mit weniger Datenhunger
  • Woher kommt die App. Russland, Europa, Asien oder Amerika. DAvon hängt ab, welchem Datenschutzrecht die Firma unterliegt.
  • sich zu überlegen, ob das Verhältnis aus dem, was ich gebe (personenbezogene Daten) und dem was ich bekomme (schicke Tastatur) wirklich die Installation rechtfertigt

Ich bin durch folgende lesenswerte Artikel auf diese Thematik aufmerksam geworden:
Curius.de und Golem.de

Verantwortungsvoller Mobilfunkanbieter

Die Wahl des Mobilfunkanbieters fällt oft nicht leicht.

  • Je nach Wohnort gilt es ein Netz (D1 – Telekom; D2 – Vodafone; E-Netze – Telefónica) zu wählen, welches am Arbeitsplatz, zu Hause und an anderen wichtigen Orten (guten) Empfang hat.
  • Dann gilt es die Entscheidung zu treffen, ob man direkt zu einem Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz geht oder zu einem Mobilfunkprovider (-Discounter).
  • Natürlich kommt es auch auf das zu jedem persönlich passende Tarifmodell an. (Achtung, auch hier gibt es mittlerweile Verträge mit 24 Monaten Laufzeit und der groß beworbene Preis gilt nur für die ersten 12)
  • Dann gibt es noch den verantwortungsvollen Umgang mit Daten und menschlichen Ressourcen, Nachhaltigkeit eben.

Zum letzten Punkt gibt es bisher genau einen zwei Anbieter (von dem ich keinerlei Vorteile dafür bekomme, dass ich diesen Artikel schreibe. Die verlinkten Angebote sind normale Links ohne finanzielle Vorteile für mich): WEtell, der seit Februar 2018 im Aufbau ist. Die anderen, die ich jetzt noch finde, füge ich unten in der Liste ein.

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