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Kommentare über aktuelle Ereignisse

Internet Geschwindigkeitstest mit Datenschutz

Wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, habe ich einen neuen, regionalen Internet- und Telefonprovider mit einem 8,3-Fachen an Geschwindigkeit (wie die Telekom) aber dem gleichen an Preis, plus einer Festnetz-zu-Handy-Flatrate. Und die haben noch Verträge, die doppelt so schnell können.

Nun möchte ich das natürlich auch unter verschiedenen Bedingungen testen. Bisher hatte ich da Dienste wie wieistmeineip.de (Computerbild, 13 Drittanbieter laut uBlock origin) oder speedtest.de (Threefourhundret, 2 Drittanbieter, ganz nette Datenschutzbestimmungen, kennt das jemand?) verwendet.

Da kam mir die Frage auf, ob es nicht auch einen Speedtest mit (fast) „wir speichern nicht“ Niveau gibt oder von Firmen/Unis, denen man vertrauen kann. Oder, ob es Freie Software (FOSS) gibt, die man einfach auf seinem eigenen Server installieren kann, um automatisiert einen Geschwindigkeitstest machen zu können und eventuell sogar eine grafische Aufbereitung zu haben? Natürlich braucht man dann auch einen Server mit entsprechendem Upload, ansonsten leidet die Validität des Tests. Aber da gibt es ja im Rahmen der Freien Software oftmals schöne Lösungen (mehrere Upload Server oder so).

Dezentralisierung der Telefon- und Internetanbieter

Bisher war ich Kunde bei der Telekom. Das Internet brachte etwa 6 MBit/s und die Telekom-Preise sind wohl bekannt.
Je mehr ich mich mit Medien beschäftige, desto mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass die großen Markführer ein Problem werden. Sei es die großen Amerikaner, Google, Facebook, Apple, Microsoft und co., die Asiaten mit Samsung usw. und eben die Deutschen, wie dass wir nur Vodafone, T-Mobile und Telefonica als Handyanbieter haben.
Ein zusätzliches Argument für mich gegen die Telekom war, dass sie bei uns auf dem Land diese tollen Hybrid-Tarife anbieten. Also Festnetzanschlüsse, die nicht schnell genug sind aber anstatt den Breitbandausbau voran zu treiben wird per Funk (LTE) aufgestockt. Je nachdem, wie man zu Strahlung und dem Ausbau des Funknetzes steht, ist das ziemlich blöd.

Nun bin ich zu einem lokalen Anbieter – vermittelt durch die Stadtwerke – gewechselt. Und es ist alles wie es sein soll.

  1. Ich kann zu den Stadtwerken mit Fahrrad fahren und Fragen stellen, bzw. den Vertrag abgeben. Und ich kann die TeleData (andere Stadt, aber auch am Bodensee) direkt anrufen, ohne ewig in einer Warteschleife rumzuhängen. Die können alles von mir einsehen und ich werde nicht von einem Billiglohn-Telefon-Mitarbeiter zum anderen weitergeleitet.
    Und ich unterstütze damit ordentliche Arbeitsplätze in Friedrichshafen und nicht Mitarbeiter, die kaum Sicherheit oder ein gutes Gehalt haben, in irgend einem Callcenter. Zumal, was da läuft, also wie weit die die Wahrheit dehnen, damit sie Verträge verkaufen, das ist ein ganz anderes Thema und noch ein Grund die nicht zu unterstützen.
  2. Das Internet ist jetzt real 50 MBits/s ohne Funk und ohne irgendwelchen Schnickschnack.
  3. Ich bezahle genauso viel wie vorher, nur dass eine „Festnetz auf Mobilfunk“-Flatrate dabei ist.
  4. Ich unterstütze keine Telekom, sondern einen regionalen Internetprovider.
  5. Es ist kein komischer Tarif, der im ersten Jahr 50 Zent und danach 80 Euro kostet, sondern immer gleich viel.
  6. Ich miete keine Hardware mehr, ich bekomme sie gratis geliehen. (O.k. leider gab es nicht die Möglichkeit eine Prämie zu bekommen, wenn man seine alte weiter nutzt. Denn ökologisch ist das natürlich zu hinterfragen)

Ich empfehle daher jedem, der mit seinem Anbieter unzufrieden ist, nicht zwischen 1und1, Vodafone und T-Mobile usw. hin und her zu wechseln und jedes Mal diese unglaublich nervigen Tarifstrukturen hinzunehmen, sondern einfach mal bei lokalen Anbietern, wie den Stadtwerken, nachzufragen.

Ich bekomme für diesen Artikel keinerlei Geld. Es sind ja auch keine Links darin 😉

Dann gehe ich jetzt mal schnell schnell surven.

Datenschutz bei Drittanbieter-Tastaturen

Im Grunde läuft es bei kommerziellen Angeboten immer gleich. Wenn man nicht den vollen Preis mit Geld bezahlt, bezahlt man teilweise oder ganz mit seinen personenbezogenen Daten. Dabei gibt es stets ein Verhältnis aus „was gebe ich“ und „was bekomme ich“. Manchmal überrascht mich die Statistik, wenn Programme populär werden, die hier ein sehr schlechtes Verhältnis im Sinne von viel geben und wenig bekommen haben.

Das aktuelle Beispiel sind Drittanbieter-Tastaturen für Android und iOS. Ich bekomme eine schöne Tastatur (mit Hintergrundbildchen) und vielleicht irgendeine Zusatzfunktion. Aber eigentlich ist es eben eine Tastatur, fast so wie die, die jedes Handy als Standard mitliefert. Ich gebe aber, und darum der Artikel, personenbezogene Daten von mir preis. Die Tastatur erfährt schließlich alles. Passwörter, Besuchte Seiten im Internet usw. (mal von Spracheingabe oder Passwortmanagern abgesehen). Mal davon abgesehen, dass solche kleinen Apps auch gerne Standorddaten und Inhalte eures Handys an dern Hersteller senden. Auch spielt unter anderem Microsoft wieder mit, die mit Cloud-Diensten und der Tastatur SwiftKey ganz gut beim Datensammeln dabei sind.

Vor der Installation einer App sollte man sich also etwas informieren und eine mündige Entscheidung für oder gegen eine App treffen. Konkret empfielt es sich also:

  • nachzulesen wer hinter dieser App steht und wie derjenige sein Geld verdient
  • die Berechtigungen zu überprüfen und auch wirklich Konsequenzen daraus zu ziehen
  • zu schauen, ob es auch eine freie Alternative gibt (beispielsweise aus dem F-Droid store) oder eine propietäre mit weniger Datenhunger
  • Woher kommt die App. Russland, Europa, Asien oder Amerika. DAvon hängt ab, welchem Datenschutzrecht die Firma unterliegt.
  • sich zu überlegen, ob das Verhältnis aus dem, was ich gebe (personenbezogene Daten) und dem was ich bekomme (schicke Tastatur) wirklich die Installation rechtfertigt

Ich bin durch folgende lesenswerte Artikel auf diese Thematik aufmerksam geworden:
Curius.de und Golem.de

Spam von mir an mich

Zur Zeit ist ein recht fieser Spam im Umlauf. Die Mail kommt in der Regel von der eigenen Mailadresse (also oberflächlich) und beinhaltet die Erpressung, dass man bei seinen nächtlichen Onlineaktivitäten durch die Webcam gefilmt wurde und diese Aufnahmen im Falle des nicht-bezahlens veröffentlicht werden. Und so sieht er aus:

Erstens: Nicht bezahlen. Das ist Spam und kommt nicht wirklich von eurer Mailadresse. Falls doch, habt ihr ein ganz anderes Problem. Natürlich hört sich der Inhalt, gerade für öffentliche Personen, fies an, darf aber ignoriert werden.

Zweitens: Immerhin hat die Überprüfung der Bitcoins der letzten Spammail ergeben, dass noch keine Transaktionen getätigt wurden. Weiter so Vernunft.

Konsequenzen aus dem Politiker-Hack

Derzeit in aller Munde ist die Veröffentlichung von privaten Daten von Politikern und anderer Berühmtheiten. Kurz gesagt wurden von diesen Personen private Daten, wie Faxnummern, Chatprotokolle usw. schon länger gesammelt und unter anderem in einem Adventskalender (jeden Tag im Dezember war eine andere Person dran) mithilfe eines gehackten Twitteraccounts veröffentlicht. Sogar ein Wort wurde hierfür ins Rampenlicht gerückt: Doxing.

Wer nun seinen Twitter- und Facebookaccount kündigt, steht ein wenig im Regen. Denn was gibt es denn für Alternativen? Darum soll es hier gehen.

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Artikel 13 und Youtube

Zuerst einmal ein schöner Artikel, welcher die Geschehnisse etwas erklärt:

Artikel auf Netzwelt

Es geht also um einen Brief von Susan Wojcicki, CEO von YouTube, welcher anführt, dass die Freiheit bedroht ist und Youtube eben schließen muss.

„Save the Internet“ aber vor wem? Denn es meldet sich eine Firma (Youtbe/Google/Alphabet) zu Wort, welche sich auf den Wert der Freiheit bezieht und eine Peition hoch hält, die innerhalb weniger Tage millionenfach unterschrieben wurde.

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Facebook – Skandal oder hervorsehbare Auswirkung

Am 4. Februar 2004 erblickte Facebook das Licht der Welt. „Damals“ spriesten gerade StudiVZ, Quick aus dem Boden und hielten sich gefühlt in Deutschland sehr lange, denn im Ausland war Facebook viel mehr vertreten als hier. Irgendwann wurde es dann homogen und „jeder“ nutzte es. Natürlich finden sich hinter „jeder“ auch Menschen, die bewusst darauf verzichteten. Sie nahmen in Kauf, dass sie ein klein wenig sozial ausgeschlossen wurden und machten sich ihre ganz eigenen Gedanken. Und genau diese sind es nun, die sich die Titelfrage stellen.

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