Bundeswolke setzt auf Nextcloud

Ein kleiner Schritt für die Bundesregierung, ein großes Beispiel, wie viel bewegt werden kann.

Das schöne an freier Software ist, dass man diese durch Nutzung unterstützt. Gerade von politischer Seite aus gibt es noch nicht zu wenig Vorbilder, wie freie Software integriert werden kann – vielleicht vom Mailserver abgesehen. Das Limux Projekt nahm ja leider jähes Ende und auch sonst gibt es nicht zu viel Engagement unsere Demokratie und Bildung unabhängig von großen und zumeist amerikanischen oder asiatischen Firmen zu gestalten.

Ein Traum wäre ja, wenn die Regierung auf Diaspora (eine dezentrale Community und Alternative zu Facebook), gnusozial, Linux, Nextcloud usw. setzt und alle Pressemenschen und Bürger dann Diaspora bräuchten, um an die Informationen zu kommen. Ich vermute mal, dass beispielsweise Diaspore dann sehr schnell wachsen und sich weiterentwickeln würde.

Doch worum geht es. Die Bundesregierung will mithilfe einer Cloud „300.000 Nutzer aus Ministerien und anderen Behörden“ (Quelle: Spiegelartikel) verbinden. Hierzu fiel die Wahl auf Nextcloud, eine dezentrale Wolke, mit derer Hilfe die Bundesregierung unabhängig von Amazon, Microsoft und Dropbox agieren kann.

Laut den verlinkten Artikeln passiert nun viel Positives. Die Bundesregierung investiert in die Weiterentwicklung von Nextcloud und der Nutzerkreis steigt. Die Daten des Bundes werden nicht an weltweit globalisierte Firmen weitergegeben und wir Privatnutzer können von der Weiterentwicklung von Nextcloud profitieren. Ein Engelskreis (positiver Teufelskreis) entsteht. Es gibt mehr Nutzer, also wird der Einstieg auch einfacher, dadurch wird das Projekt größer und entwickelt sich weiter, dadurch gibt es wieder mehr Nutzer und freiwillige Entwickler und Geldgeber usw.

Zwar wird es für Ownlcoud hart werden sich im gleichen Tempo weiter zu entwickeln aber für eine unabhängige Demokratie und unser freies Denken, ist dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Seien wir gespannt, ob die Auswahl nur zufällig auf freie Software fiel oder ob der Faktor der Unabhängigkeit für staatliche Institutionen auch bei der Softwareauswahl nun stärker in den Fokus kommen wird. Vielleicht hat so ein Facebookskandal doch auch positive Folgen.

Die Firma, welche sich das System für die Bundesregierung aufsetzt, heißt Computacenter und kommt ursprünglich aus England.

Es lohnt auf jeden Fall das Projekt im Auge zu behalten.

Quellen:

Wikipediaartikel, was freie Software ist.
Wikipediaartikel zu Nextcloud

Blogbeitrag auf curius.de
Beitrag auf Linuxnews
Spiegelartikel
Golemartikel

Offizielle Homepage von Nextcloud

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